Paul PATSCHEIDT ⚭ Walburga WAGGIN

Paul PATSCHEIDT geb. 1595

 (am Gschwellhof - Gen. IV)

  • Geboren: ca. 1595
  • Gestorben: unbekannt

Eltern:

Heirat:

  • 1. Ehe: Christina ABERARTIN † 14.1.1636
  • 2. Ehe: Walburga WAGGIN

Kinder (1. Ehe):

  • Thoman PADSCHEIDER (am Cagran)
    1. Ehe: Anna Ellerin † 2.6.1662
    2. Ehe: Maria Wadellerin † 6.6.1689
  • Christina PATSCHEIDER † 18.3.1697, h. Christian Franty

Walburga WAGGIN

    (verh. PATSCHEIDER)

  • Geboren: unbekannt
  • Gestorben: unbekannt

Eltern von Walburga:

  • unbekannt

Heirat:

  • mit Paul PATSCHEIDT am Gschwellhof

Gemeinsame Kinder (2. Ehe):

  • Gabriel PATSCHEIDER geb. 7.2.1637, Zerkaser, (Gamswappen)
  • Catarina PATSCHEIDER h. Hans BLAß
  • Hans PADSCHEIDER zu Patscheidt h. Maria STECHERIN
  • Barbara PATSCHEIDER h. Christan KHUEN
  • Jakob PATSCHEIDER geb. 30.8.1650 in Graun h. Catharina STÖCHERIN

(Anm. d. Verf.: meine 8-fach Urgroßeltern immer väterlicherseits)

 

Quellen (kursiv sind Original-Inhalte):

  • Handschrift 3992 Landesarchiv Innsbruck von J. Wopfner: Seite 2, Gen. IV:
    Paul Patscheider am Gschwellhofe 28/5 1631 (104 gr) 28/3 1606 (96 gr)
    1.) Christina Aberartin +14/1 1636 (423), ? 19/12 1605 (140 gr)
    2.) Wallburg Waggin 19/12 1636 (431)
  • Taufbucheintrag GRAUN VINSCHGAU, Taufbuch 1585-1659, Blatt 58_01_071: ()
    Gabriel geb. 7.2.1637 in Graun
    Eltern: Paulus Batscheid Walburga Facschig
  • Taufbucheintrag GRAUN VINSCHGAU, Taufbuch 1585-1659, Blatt 58_01_127: ()
    Jakobus geb. 30.8.1650 in Graun
    Eltern: Paulus Patscheider Waldburga Fackin

Kommentar:

Die Datenlage ist dünn und unklar. Das Geburtsjahr habe ich mit 1595 einfach geschätzt, könnte aber auch 1606 sein.

Die Interpretation der Datumsangaben von Wopfner ist nicht einfach. Wenn man die Daten immer der vorgestellten Person zuordnet, dann ist das Sterbedatum von Christina Aberartin mit 14.1.1636 gegeben. Man könnte jetzt folgende Vermutung anstellen: 28.5.1631 könnte das Heiratsjahr von Paul in erster Ehe sein, 28.3.1606 könnte sein Geburtsdatum sein. Christina wäre dann 19.12.1605 geboren, und Walburga hätte am 19.12.1636 geheiratet.

Diese Interpretation würde bedeuten, dass nachdem seine Ehefrau im Jänner gestorben war, er bereits im Mai wieder ein Kind zeugte. Die Mutter (Walburga Waggin) heiratete er dann im Dezember, da muss sie schon hochschwanger gewesen sein, und am 7. Februar des nächsten Jahres kommt bereits sein Stammhalter zur Welt. Eine wilde Geschichte, aber möglich wär es schon.

Leider kann man die Daten von Wopfner aber nicht ganz so interpretieren, das zeigt der Taufbucheintrag von Sohn Jakob am 30.8.1650 in Graun. Auch wenn 1650 vielleicht strittig ist, so kommt doch der 30.8. bei den Daten von Jakob bei Wopfner nicht vor. Also müssen diese Daten woanders herkommen, z.B. aus Gerichtsprotokollen.

Unstrittig ist aber das Sterbedatum der Christina Aberartin und das Geburtsdatum von Sohn Gabriel. Bei der Zuordnung der Kinder habe ich mich an die von Wopfner angegeben Reihenfolge gehalten, und da von Gabriel das Geburtsdatum und von Christian Aberartin das Sterbedatum bekannt ist, muss Gabriel das erste gemeinsame Kind von Walburga Waggin und Paul P. nach dem Tod von Christina Aberartin gewesen sein. Daher sind Thoman und Christina P. vorher der Christina Aberartin zuzuordnen, und alle anderen Kinder der zweiten Ehe.

Wie der Name Facschig zu Waggin wird, habe ich bei Sohn Gabriel ausführlich erklärt. Beim Taufbucheintrag von Sohn Jakob wird Walburga Waggin schon nicht mehr Facschig, sondern Fackin genannt, was eine Zuordnung zu Waggin vom Klang her wahrscheinlicher macht und die These des Experten stützt. Der Vorname Wallburg, Wallburga, Waldburga ist immer anders geschrieben. Ich habe mich für die moderne Schreibweise Walburga entschieden.

Wopfner

 

Stammbaum Patscheider von Josef Wopfner - Seite 2

Dieses Foto zeigt die zweite Seite der Arbeit von Josef Wopfner mit dem Eintrag von Paul Patscheider am Gschwellhofe Gen. IV von unten, 4. Eintrag von links

 

Gschwellhof

 

Der Gschwellhof

Dieses Foto zeigt den Gschwellhof ca. in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und stammt aus dem Buch von Dr. Richard Patscheider: „Vom Oberrhein zum Etschquellraum“.