Jakobus JAROSCH

geboren 23.7.1781, in Deutsch Grawan

Vater: Bartolomäus JAROSCH geb. 14.8.1755, Kauten
Mutter: Rosalia ENGLISCH geb. 7.10.1754

Beruf: Gärtner

Heirat 13.5.1806 in Mokrolasetz mit Marianna KOSTRZYCZA geb. 23.10.1789, Mokrolasetz

Kinder:
Anton JAROSCH geb. 16.4.1833 Neumokralsetz
Antonie JAROSCH heiratet Rudolf Berksch, 3 Kinder, alle in Troppau
Heinrich JAROSCH, Bäckermeister, Ehe mit Rosa Wehrl 6 Kinder alle in Wien
Sophie JAROSCH, Erzieherin, +1917 Troppau
Marie JAROSCH, Prokuristin einer Textilfirma in Teplitz-Schönau, +1952 Rheingau
Leonhard JAROSCH, Oberkellner in London anschließend im Pariser Ritzhotel, +1907 in Meran an einem Lungenleiden

Gest. 4.12.1847 in Mokrolasetz

(Anm.d.Verf.: mein Ur-ur-ur-Großvater: meinem Vater seine Mutter ihrer Vater sein Vater sein Vater)

 

Angaben aus folgenden Quellen:

Ahnenpass Irimbert Patscheider Nr. 24:
Taufe: 23.7.1781, Pfarramt Deutsch Grawan: Reg.Nr. III/18
Heirat: 13.5.1806, Pfarramt Mokralasetz: Reg.Nr. I-20
Gest: 4.12.1847, Pfarramt Mokralasetz: Reg.Nr. II-195

 

Auszug aus der Chronik der Patscheider:

Mähren ist die ungleiche Schwester Böhmens, mit dem es meist im gleichen Atemzug genannt wird und in dessen Schatten es stets ein wenig stand. Die Dörfer liegen weit auseinander und die Felder dehnen sich schier endlos; Städte, Residenzen und Marktflecken sind locker dazwischen eingebettet, auch über sie breitet sich der friedvolle Atem des Ländlichen. Denn Mährens Lebenselement war das Bäuerliche. Das Jahr wurde gemessen nach Saat und Ernte, nach Kirchweih und Wallfahrt.

Die Herzogtümer Jägerndorf, Troppau und Ratibor einst aus dem Großmährischen Reich gebildet, gelangten im Jahre 1526 im Erbgang an das Haus Habsburg, dieses Österreichische Schlesien, das Maria Theresia nach dem siebenjährigen Krieg „als Zaun vom Garten" Schlesiens blieb, dieses Gebiet ist in etwa die Heimat der mütterlichen Vorfahren Jarosch und Rosner. Die Familien Jarosch und Humhal mit ihren angeheirateten Sippen Kostrziczin, Luzarin, Martina, Hofmann, Benesch waren nicht nur Bauern, sondern auch Handwerker und Gewerbetreibende aus dem Kreis Ratibor und Troppau.

Die Rosner und ihre weiblichen Vorfahren Wilpart, Schwarz, Ludwig, Bahsner, Mosler, Schwanberger, Bayer, Herber, Weinmann, Tengler und Andratschke waren ausnahmslos Bauern mit Besitzungen an Feld und Wals in Braunsdrof bzw. Lobenstein im ehemaligen Herzogtum Jägerndorf.

Die Geschwister Jarosch waren alle sehr lebenstüchtig. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten der Eltern bekamen alle eine gediegene Ausbildung und zeigten für viele kulturellen Dinge reges Interesse.

Bruder Leonhard sprach fünf Sprachen und arbeitete als Oberkellner in London, anschließend im Pariser Ritzhotel. Leider holte er sich ein Lungenleiden, der Tod ereile ihm bereits im Jahre 1907 in Meran.

Schwester Marie, Tante Mitzi genannt, war eine sehr kultivierte und reiselustige Dame, zuletzt als Prokuristin einer Textilfirma in Teplitz-Schönau tätig. Nach ihrer Zwangsaussiedlung aus der CSR starb sie im Jahre 1952 im Rheingau.

Schwester Sophie finden wir als Erzieherin noch in den entferntesten Gegenden der Donaumonarchie, z. Beisp. 1898 in Lemberg. Auch sie starb bereits 1917 in Troppau.

Heinrich, der Bäckermeister aus Wien, gründete auch dort seine Familie, seine sechs Kinder aus seiner Ehe mit Rosa Wehrl, sind alle in Wien geblieben.

Schwester Antonie, heiratete Rudolf Proksch, aus dieser Ehe entstammten drei Kinder, die alle auch in Troppau sesshaft wurden.

Ende Chronikauszug (1988 von Wilhelmine Jarosch-Patscheider-Kniely geschrieben)

 

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